i7-> Abhandlung
zieht, daß also unser eigne Fruchtwachs bey weitemnicht zulangt, uns zu speisen, sondern wir uns auf dieZufuhr aus Schwaben und anderen deutschen Grenzenstützen müssen: Nehmen wir einmal an, diese fremdeZufuhr werde aus eint oder anderer Ursache gehemmt,und es würden noch zugleich unsere Fabriquen und Ge-werbe sich stecken, wie groß würde unser Elend wer-den ! das Brod stiege dann natürlicher Weise auf einenhohen Preis, der bannzumal noch empfindlicher undunerträglicher seyn würde, indem eine grosse MengeMenschen aller Mitteln beraubt wären, durch ihrentäglichen Schilling diese Theure einigermassen erduldenzu können: Der Hunger würde gegen alle Vorstellungentaub seyn, und der äusserste Jammer und Unordnungwürde uns zerrütten. Man kan an solche Zeitläufenicht ohne Schrecken und Schauer gedenken, und ebendeswegen, wer unter uns wird nicht mit dankbarerRührung unfern thcuresten Landesvätern zusegnen, daßihre Vorsorg und Treue uns durch Anlegung reicherMagazinen vor solch grausamen Uebeln zu sichern ohneUnterlas bedacht ist. Ist aber ein solcher Vorrath eineso höchstwichtige Sache für uns, so kan ja kein Hand-griff, keine Erfindung, die auf eine leichtere Anschaf-fung, oder auf eine bequemere und vortheilhaftere Er-
hal-