4 ; 6 Die Wirthschaft
stürzten sich damit selbst in das Verderben , viele Haus.väter verspürten, wie sich ihre Söhne verschlimmerte^,und fiengen an, sich gegen Kleiniogg über die einreihendeVerschwendung zu beklagen, die ihren Haushaltungendas gänzliche Verderben drohele.
Kleiniogg entdeckte eine andere Quelle, des Verder-bens der Haushaltungen, in der Gewohnheit, beyKindtaufcn, Jahrwechscl u. f. f. die Kinder zu be-schenken. Er lägt, die Geschenke gewöhnen die Kinderschon frühe, auf eine andere Weise als durch Fleißund Arbeit, Vortheil zu suchen, und geben einen Saa-men zum Müßiggang, welcher eine Wurzel alles Bösenist, da überdieses diese Geschenke meistcntheils in un-nützen oft schädlichen Spcistu oder Spielzeug bestehen,und desnahen niemand zu gut kommen, da sie anbeyGegengeschenke erheischen, und also den Haushaltun-gen durch das ganze Jahr eine beträchtliche Ausgabeverursachten. Er machte sich daher ein Gesetze, wedervon Gevattern, noch Verwandten, noch irgend icmandGeschenke anzunehmen, und auch keine zu geben, alswürdigen Armen, die wegen Mangel der Leibeskräftesich ausser Stand befinden, ihr Brodt durch Arbeit zugewinnen. Die Allmostn gegen unwürdige, siehet er fürden gröstcn Schaden des Landes an, und rechnet sie
den