47« Die Wirthschaft
gewartet, damit ich mein Gut in einen recht vollkom-menen Stand setzen könne, und wenn nichts mehrdaran zu verbessern ist, so sind noch viele verdorbeneGuter übrig, die man um einen sehr geringen Preisankaufen kan, um neue Verbesserungen vorzunehmen.Wenn nur genug arbeitende Hände wären, an dexArbeit kan niemahl kein Mangel seyn. Aber nach eu-rem Tode wird sich die Uneinigkeit unter eure Kindereinschleichen, wenn sie die Güter vertheilen müssen, undsie werben bey den kleinen Stücken, die jedem zu theilwerden, ihre Lebensart, deren sie bisher gewohnt,nicht fortsetzen können. Eben deswegen sollen sie dieGüter nicht theilen, sondern in Friede einander helfenden Gewerb fortführen. Wie wollte das möglich seyn?unter so vielen Menschen, kan unmöglich ein gleicherWille hersetzen. Warum das nicht? wenn alle ausder Erfahrung wissen, daß sie in einer Lebensart glück-lich und vergnügt leben können,, und daß ihnen nichtszu wünschen übrig bleibt, sie werden alle von Jugendauf der Arbeit gewohnt seyn, alle werden Speist undKleidung genug haben, und weil sie nichts weiters zuwünschen haben, so müssen sie sich damit vergnügen.Allein kan nicht die Begierde, nach einer bequemliche-ren Lebensart, nach weichlicheren Speisen , nach kost-bareren