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Die Wirthschaft
anstehet, und sich oft die fchlimsten durch List dieseZeichen erwerben; aber eben dadurch verlieren sie nachund nach allen ihren Werth. Würden Adel und Or-denszeichen, beständig sichere Zeugen seyn, für die demVaterland geleistete Dienste, so würde jeder Anblick ei-nes Edelmanns, oder eines Ordenszeichen, eine jedeSeele entflammen, sich gleicher Ehre durch angesporn-ten Fleiß würdig zu machen. Wenn man hingegen sie-het, daß oft die schlechtesten Menschen mit den bestengleiche Ehre gemessen, daß diese Zeichen oft dem Lasterund der Wohltust zum Lohn gegeben werden, so wür-ben sie nichts , als Politische Kunstgriffe, sie bey allenseinen Lastern zu erschleichen. In den freyen Staaten»sind die Ehrenstcllen Zeichen der Ehre. Selig ist derStaat, und alles gerathet wohl darinnen, ein Eiferfür das gemeine Beste brennt in dein Herzen eines je-den Bürgers, jeder strebt nach Verdiensten, und prägetseinen Kindern, von früher Jugend an, den Begriff ein,daß man nur durch Fleiß und Geschicklichkeit Ehre undAnsehen erlangen könne, wen» die Ehrenstcllen sichereBelohnungen der Tugend und Verdiensten bleiben; aberunendlich ist der Schade, wenn sie durch eine falschePolitik dem Müßiggang, der Schwelgerey, und andernLastern zu theil werden; da muß alles Gute zu gründ
gehen.