WelsGefchichk.
Eydegnoß gebracht/ dabey einen grossenReichihumb/ vnd Güter/ darzuz.Döch-rcren (so sich alle aulstrhalb deren Vak-eerland an Frembde verheurachet) aberkeine Söhnhindcrlaffen hak.
A».'i6so. den to. Februari;*
Als die Commendamen zu VZmuil-lisrL vnd Oieppc sich für die gefangenePrrntzen inFranckreich erklärt/haben dieKorporalen vnd gemeine Soldaten/selbi-ge alsbald in Arrest genommen / vnd esdem Köni g naher Konen, allwo der Hoffdamal sich befunden/ zuwissen gethan/di-fe grosse Trewgefiel IhrMajest. also wol/daß er die Corporalen mit dem Adel be-gabt/ sie zuHauptleuthen MdallcSol-daten zu Dfficiercrn gemacht.
Dm 2.2..kcbruArij hielt zuCasselChur-fürst Carl Ludwig Pfalygraffbey Rhein/mit einer jungen Landgraffin zu Hessen/fein Fürstlich Bcylagervnd hochzeitlichEhrenfest.
An.iSso.deuZ.l^arch,
Hak derKönig tnFranckreich fein grof-feReyß/durch die fürnembstenProvintzen/auffhmt angefangen/ vnd von Pariß miteiner siarcken Hoffhalkung abgeschieden.
Den 28. Marti] ward zu Dijon derHartptstait in Hochburgund von demKö,rtg ein Versamblung aller Standendeß Lands gehalten; allwo durch ein ve-EutLnon die Spanische Frey-Graff-schafft Ihro Majest. die nachbarlichewillkumbö-Lomplimenten ablegen liesse.
An. lijo.Un «. ApriUs»
Ergab sich die bewehrte Sratt Scurrc
oder Bcllegarde in Hochburgund Widervnder deß Königs zu Franckrerch Gehor-samb.
An.
Langte der König mit ganßer Hoff-stakt von seinerReyß zuPariß wider glück-lich an: Es köndre aber Ihr Majest. der^erhoffen Ruhe nik lang gemessen/wegendeß abermaligenAuffstandszu Bordeaux.
Den 11. Maij ftynd in der Statt Aach/durch Verwarlostmg eines Beckers/ beyz. tauftnt Häuser/ zumal auch das schöneMünster vnd herrlich Rahthauß imRauch auffgangen.
An.rLsO. den 26. lumj»
Ward zu Nürnberg der HauptReceß/wegm der Münstm'schen Fridens Lxocu-rion vnderschriben / vnd folgmds gegeneinander» ausgewechselt.
Den 29. lunij hat in dem Schwallba-cher Saurbrunn sein Leben geendtt/ HerrMaihTUs Merlan der alter Bürger zuFranckfurt am Mayn vnd Basel/ seinerAcit der berühmkestescharpffsinnigste/vndkunstgründigste Kupfferstccher in gantzDeutschland/wie dessen vil herrliche kost-bare Werck öffentlich am Tag ligen / vndjhme daher einen vnsterblichcn Namen ge-macht hak: Ich hab annoch in meinerKindheit/ gesehen / vnd wargenommen /daß er den schönen Prospeck auffderAar-bruck zu Solothurn hatte abgerissen/ wie-woln er mir seither niemals mehr zu Ge-sicht kommen.
An. 16)0. dm i+Julij»
Der Hertzog von Amalffi Kayferli-
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