Welt-Geschickk.
ein Göttin/ in der rechten Hand einScepter haltend / vnd ein Donnerkeil inder lincken darbey geschriben: Britannia,vnd darunder Quatuormaria. vendrco.
Den 2 . 6 , lulij, zu Wken haben die Ju-den ttliche junge Christen Knabcnauffge-fangen/vnd denTürcken vcrkaufft/ Mas-sen dann schon r. in eines Juden Hauß/-emes beschoren gefunden worden.
An.i66j".
Zu Anfang deß Augusti, ist zu Paristdie stillstellung deß Kauff-Handels zwi-schen Franckreich vnd Engelland publi-eierk worden.
Den 4. Aug. soll zu Bourgcs in Franck-reich sich ein Basilisc/ so groß als einSchaff/ erzeigt haben/ welcher 3. Men-schen vmb dasLeben gebracht/ der auch gc-iödet worden.
An. 166 f. den 6 . Aug.
Als Käyser Leopold in der Favoritabey Wien von der Verwittibten Käyse-rin Vrlaub genommen/seynd nach der A-bendMahlzeik vndheimbfahren die Pferddeß Käyserlichen Leibwagens springendvnd tobend worden/ daß kheyls Pferd inden Riemen verwickelt zur Erden gelegen/einen Pagy/ so die Riemen abschneidenwollen/ halb Todt geschlagen/ daß sichIhr Majest. mit grosser Gefahr auß demLeib-inein Cammerwagen begeben müs-sen/ vnd morndeß wegen gehabten Schre-ckens sich eilich mal rrbrochen/doch fernereUnpäßlichkeit nit verspürt/ worauffdie-selbigenachcr Maria Zell auffgebrochm.
Den 8. Augusti, ist Herr Johann
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Christoph/ deß heyligen Röm. Reiche-fürst/ Probst vnd Herr zu Elwangen zumBrschoff von Augspurg erwöhlt wor-den.
Der Herßog von Manma ist in demAugusto vnd z/.Iahr seinesA lters todksverfahren/ welcher ein! junges Herrleinvon iz. Jahren nach sich gelassen.
An. 166 $, den 17. Augusti,
Hak man zu München einen 84. jäh-rigen alten Mann (so ein grosser Aaube-berer gnvesen)gcfänglich eingebracht/welcher bey Schongcn / auß einer schwar-tzen Wolckm gantz nackend zur Erden ge-fallen/ als man das H.Sacrament außmGottshauß Rokhenbuch / AugustinerDrdcns / wegen Abwendung schwerenWetters/ Herfür getragen hatte.
Den *4. Aug. das Fest S. Eartholo-maei Apost. ist dem Leutenant Eriminclzu Pariß sehr vnglückhafft gewesen/ dadcrstlb sampt dem Weib in seiner eygenenBehausung über Tifth ermordet / vnd dieThäter wenig Tag hernach lebendig ge-rädert worden/ man hat hinder dem Ent-leibten einen verborgenen Jedel gefunden/darinn vil falsche Müntzer vnd Beutel-fchneyder verzeichnet / fo jhm Pension ge-ben/ darumb sein grosse Reichthumb nitdm Erben/ sonder dem König hchnbge-fallen.
Dm 2 . 6 , Aug. zu Montpelier WFranckreich seynd biß äaro innerhalbzweyer Monaten 3000. Menschen aller-hand Altere an dm Purpelen oder Roth-fiecken gestorben.
Rrrr iii An.