Leben Clementis Xl. z
viele, ihm erzeigte, ganz sonderbare Wohlthaten öffentlichan den Tag. Nicht weniger hielt ihn auch die große Ken,nenn der Gemüther, Christina Alexandra, der Schweden,Gorhen und Wenden Königin , welche im verwichenen Se«culo nicht nur der Stadt Rom, sondern auch der ganzenKirche durch ihre herrliche Tugenden und Thaten einen aus«serordentlichen Glanz gegeben, sehr hoch und werth- Dennsie nahm ihr» freywillig in die Academie auf, die sie vor we«nige, aber sehr gelehrte, Leute in ihrem Pallaste gestiftet.Sie fand in seinem vertraulichen Umgänge ein ganz sonder,bares Vergnügen, daher sie ihn auch bey aller Gelegenheitmir vielen Lobsprüchen beehrte, auch öffentlich bezeugte, daßer zu den grössten und höchsten Ehrenstellen gebohren sey; jaweil er von einem vortreflichen und sehr scharfen Verständewar, propbezeyhete sie ihm mehralseinmal die höchste Wür,de der Kirche. Indessen da die vortreflichen Leibes. und Ge,müthsgaben unsers Albani von jederman gepriesen wurden,gelangte er zu einem Alter, das zu Verwaltung öffentlicherAemter geschickt war, daher ihn Innocenrius XI. der damalsdas gemeine Wesen der Christenheit regierte, unter die Zahldererjenigen Prälaten, die Referendar» der beyden <Lngnatu,ren heißen, aufnahm, auch zum Consultor der Congregationdes Eonsistorii machte.
Nicht lange daraus wurde er auch , um seine Klugheit,die billig eine Königin aller andern menschlichen Tugendenheißt, bey niedrigen obrigkeitlichen Aemtern sehen zu lassen,zum Gouverneur erstlich zu Rieti, hernach zu Sabma undendlich zu Civitavechia ernennet, welche Aemter er tnsge,sammt so verwaltet, daß er ein großes Verlangen nach sich,und ein unsterbliches Andenken seines Namens hinterlassen,auch dem Willen des PapstS in allem ein Genügen geleistet.Es wünschte daher dieser Papst Gelegenheit zu haben, ihnzu höher» Bedienungen zu befördern. Alleine da damals amHofe dergleichen nicht ledig waren, mußte er das, was exim Sinne hatte, auf eine andere und gelegenere Zeit verschie-ben. Immitkelst erhielt der Cardinal Barberini, Erzvrie«ster der Vaticanischen Kirche, der unsern Albani ungemeizrliebte, unv daher nicht länger geschehen lassen konnte, daß er
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