i6c> xxxvm. Leben des Cardinüls Archinto.
starben wäre. Dieses geschah den 17. Sepr. 1711. zu Ca-prarolaam<L>teine, znwelchem ein Fieber geschlagen war. Erhat sein Alter auf Z7. Jahr gebracht, aber nicht völlig 12.Jahre die Cardmals - Wurde bekleidet. Durch seinen Todwurde unter andern Aemrern die Präfecmr von der Congre-gaiion her Indulgentien ledig.
Man hat ihn seiner guten Eigenschaften wegen sehr be«dauert und der Papstl. Hoheit für würdig gehalten. Von fei«ncr Hand ist eine Schutz »Schrift für den Cardinal Sfon-drati und dessen Schriften herausgegeben, auch wider denHerrn von Fenelon, Erzdischoffen zu Cambray, die Zedergefnhrer worden.
xxxvm.
Josephus Archinto,
ein Meyländer.
geb. 1651. Card. 1699.
r stammte aus einem vornehmen Meyländischen Geschlech-^ re her, das zu Kriegs «und Friedens .Zeiten sich sehr
berühmt gemacht hat, und wurde den 27. April i6zi.zur Welt gebohren. Sein Vater war GrafCarl Archinto, derihn wohl erziehen ließ. Er studitte zu Ingolstadr in Bayern,wo er der beyden Rechte Doctor wurde, worauf rr seine Rei-se durch einen großen Theil von Europa that, und sich son-derlich an verschiedenen Höfen umsah , wo er überall einenguten Zutritt fand. '
Er kam unter Innocentio XI. der sein Anverwandterwar, nach Rom, weicher ihn zum Prälaten erklärte, undals Vice. Legaten nach Bologna schickte. Jedoch er giengvon dar ohne des PapstS Erlaubniß, unter dem Vorgeben,er habe hier allzu vielen Aufwand, vor der Zeit weg, welchesDen Papst so verdroß, daß dessen Nepöte, Don Livio Ode«schaichk, viele Mühe hatte, ihn bey demselben wieder zu Gna-den zn bringen. Er ernennte ihn darauf zum Nunc-o zu Flo-renz,