182 XI.IV. Leben des Cardinals Janson.
chrm etwas heilsames wider die Türken beschlossen werden soll,re, zernichtet, auch bey der Versammlung der FranzösischenGeistlichkeit zu Parts 1682. denenjenigen beygestimmt, diewegen des Bannes wider den Französischen Gesandten zuRom, Marquis von Lavardkn, an ein Concilium appeilire»Wollten.
Heyöe Könige waren deßhalbett über den Papst äusserstMißvergnügt. Meine dieser blieb entschlossen, dem Abte Jan«fon bey seinem Leben niemals die Cardinals »Wurde zu erthei-len. Er hielt auch sein Wort. Immittelst kriegte er dasBrßthttm zu Beauvais, wodurch er zu einem geistlichen PairUnd ersten Grasen des Königreichs erhoben wurde, HierzuFaM 1689. die Commende des Heil. Geist. Ordens, die sei-nen Glanz bey Hofe nicht wenig vermehrte.
Endlich erschien der höchst angenehme Tag, da ihm dieso sehnlich gewünschte Catdinalswürde Mitgetheilt wurde.DenN da Alexander VIII. 1688. den Päpstlichen Stuhl bestieg,Und der König in Frankreich sich der Ouartiersfreyheit begab,wurde dem Abte Janson dadurch der Weg zu der abgedachtenWürde dergestalt gebahner, daß er solche den 12. Febk. 1690.erhielt, obgleich die Cakdinäle Colloredo unv d'Agnirre tn demConfistotio darwider redeten. Jedoch der Papst versicherteKie Cardinäle, daß er das^, was derselbe ehedessen wider denHeil. Stuhl gesprochen, wkderruffen hätte. Ob nun gleichbaküber eingewendet wurde, daß solcher Widerruf öffentlichhärte geschehen sollen, so blieb es doch bey der einmal vorge-kommenen Erhebung.
Der neue Cardinal harte davon kaum Äachricht erhal-ten/ so fand er sich schön zu Rom ein. Den 2. Jul. 1690.hielt er daselbst seinen öffentlichen Einzug, worauf er sowohlden Cardiualshttk, als Priestektitel St. Agnctis , denn eri693. Mit dem von St. Calipto vertauschte, empsteng.Der König erklärte ihn darauf an des Cardinals von Bouiüjött Stelle zU seinem ordentlichen Minister zu RoM, wodurchkk Gelegenheit kriegte zu zeigen, daß er ein durchtriebenerGiMsmami Uttd ein Prälate fty, der den Mantel vollkoni-