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Erster Theil, welcher ausser dem vorgesetzten Leben Clementis XI. 86 Cardinäle in sich begreift.
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188 XI.V. Leben des Cardinals Carpegna.

ii, der anfangs ein Kaufmann war, hernach aber ein Marquisatkaufte, das er Schulden halber bald wieder vertauffen mußte.Weil man nun vermuthete, es würde der Cardinal Carpegna,wenn er zur Päpstlichen Würde gelangte, diesen liederlichen undverarmten Nepoten wieder aufhelfen und dadurch die Päpstl.Cammer erschöpfen, so trug man Bedenken, ihn barzu zubefördern.

Hiernechst gab man ihm auch Schuld, daß er ein rauhesund unfreundliches Wesen an sich habe und zu allen Dingengerne Nein sage, ob er gleich dasjenige vielmals thue, waser vorher abgeschlagen. Sonderlich beschuldigte man ihn desGeitzeS und einer allzu großen Begierde, Geld aufzubringen;wie er denn in Vorschlag gebracht haben soll, eine gewisseSchätzung auf die Indulgenrien zu legen, um dadurch dieEinkünfte der Apostolischen Cammer zu Erhöhen. Er sollauch aus Gelbsucht sich den Juden so geneigt erwiesen haben,daß man ihn deßwegen den Namen II kHato ckeZU Ldrei v. i.Den Pilatum der Juden, genenner.

Nichts destowentzer gieng er 1689. mir grosser Hofnungins Conclave, weil er sich heimlich zn der Französischen Par,rhey geschlagen. Alleine man entdeckte gar bald seine heim,liche Neigung, die er für die Crone Frankreich hegte, daherauch derjenige, welcher den Cardinälen, die damals nach derPäpstlichen Würde strebten, aus ihren Namen das Progno,fticon stellte, Anlaß nahm, folgendesEpigraivma auf ihn zumachen:

QrrFen't ut Oallus, non es, leck iss»

VoLe tameu ?etrus tors tremeFaÄus erit.

Hmc potius ereckam, xoma Kepotes,

xomum ut , guock Hdi L»rte xlacet.

Er blieb also von der Päpstl. Würde ausgeschlossen uud muffegeschehen lassen, daß der Cardinal Ottoboni unter dem Na«mru Alepandri VIII. den Päpstlichen Stuhl bestieg. Jedocherstarb bald wieder, worauf man abermals ins Conclave gieng,welches Carpegna wiederum mir großer Hofnung betrat.

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