Band 
Erster Theil, welcher ausser dem vorgesetzten Leben Clementis XI. 86 Cardinäle in sich begreift.
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2Z4 I-VHI. Leben des Cardinals Panciatici.

late gewesen, der alles, was der Römischen Kirche und demgemeinen Wesen nützlich gewesen, eifrigst ju befördern ge-sucht

i.vm.

Band in us Panciatici,ein Toscaner.

geb. 1629. Card. 1690. f. 1718.

/^r wurde den ic>. Iun. 1629. zu Florenz gebohren. SeinVater, Johannes Panciatici, stammte aus der StadtPistoia her, seine Mutter aber aus dem Hause Gua«dagni, war aus Französischem Geblüte entsprossen. Indem i^den Jahre seines Alters kam er in dem Collcgip Clc«mentino zu Rom unter die Aufsicht der Jesuiten und hartean dem Cardinal Julio Sacchmi einen großen Patron. Erlegte sich mit besonderm Fleiße auf die Rechte und harte fon»derlich an dem berühmten Ioh. Baptist« von Lucca, nach«maligem Cardinal, der damals der vornehmste Advocale zuRom war, einen geschickten Lehrmeister.

Er wurde darauf selbst ein berühmter Advocate zu Rom,der vor allen Tribunalien pracricirte. Clemens IX. der seinVerwandter war, machte ihn zum Referendario beyder Signa«ruren und Vice«Cammer, Director. Nachdem er viele Iah«re dieses Amt verwaltet, legte er solches wegen der Irrun«gen zwischen den Gebrüdern Altieri, des Pabsts Nepoten,und dem Hanfe Colonna nieder, um keinem Theile bey Füh«rung des RichteramtS zu nahe zu treten. Er gieng in seineVaterstadt nach Florenz, wurde aber von Innocenno XI.bald nach Rom zurücke berufen , wo er die Aufsicht über dasreiche Hospital des Heil. Geistes, hernach aber das Secreta«riar von den Bischöfen und Regulären erhielt.

Als Alexander VHI. den Päpstlichen Stuhl bestiegen,machte er ihn zum Datario, ob er ihm gleich vorher, daer noch Cardinal gewesen, bisweilen widersprochen hatte.