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Erster Theil, welcher ausser dem vorgesetzten Leben Clementis XI. 86 Cardinäle in sich begreift.
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24O n Leben des Cardrnals Dada.

n v

Ferdinandus Dada,

ein Meyländer.

geb. 1650. Card. 1690. 1719.

,er Cardinal Dada, oder wie ihn andere nennen, d'Adda,aufLateimsch stammte aus einem alten Mey-

ländifchen Geschlechte her, das mit dem Hause Ode«schalchi nahe verwandt ist. Er ward den 27. Aug. 1650. andas Licht der Welk gebühren. Sein Vater hieß Constamiiis,Marchefe Dada, und die Mutter Anna Cusani. Er legtesich von Jugend an auf die gelehrten Wissenschaften undflu-dicke zu Bologna, worauf er zu Pavia der Rechte Dockerwurde. Man nahm ihtt darauf zu Meyland in die Gesellschaftder RechtSgelehrten auf Nnd ernennte ihn zum Auditor Ro«tä zu Rom, in welchem Tribunal der Staat von Meyland ei-ne Stelle zu besetzen hat. Er konnte aber nicht zu dem Be-sitz dieser Bedienung gelangen, obgleich Innocentius XI. seinAnverwandter war; doch gab er ihm eine einträgliche Abteyund schickte ihn mit dem Birer an den neuer» Cardinal Melli-ni nach Spanien. Nach seiner Rückkunft ward er zum Erz-bischof von Amasia geweyhct und als außerordentlicher Nun-tius 16^7. nach Engelland geschickt, nachdem der Graf vonCastelmaine von König Iacobo II. der die Römisch. Cacholi«sche Religion angenommen hatte, als Gesandter.von Roman«gelangt war.

Die Ankunft des Herrn Dada war an dem EnglischenHofe sehr angenehm. Er erlangte durch sein höfliches undbescheidenes Bezeigen sowohl des Königs als der KöniginGnade, war aber nicht von genügsamer Einsicht, bey den da-maligen verwirrten Umständen des Hofs zum Besten des Kö-nigs und zum Aufnehmen der Römisch-Catholischen Religionvieles auszurichten. Es verstrich aber eine geraume Zeit, eheibm der König seinen öffentlichen Einzug verstatten konnte.Endlich erfolgte solcher zu Windsor den IZ. Iul. wobey eSaber so stille zugteng, dass selbst die Rede , die Dada den der

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