I.XII. Leben des Cardinals Acciüjoli. 2ZI
sterreich für einen König in Spanien geschah, welchen allener beywohnte.
Im Jahre 1710. that der Papst eine Reift nach CastelGandolfo, da denn Acciajoli die Ehre hatte, während dessel-den Abwesenheit die Päpstl. Regierung zu führen. Er war«i de nachgehend- auch zu derjenigen aufftrordentlrchen Congre«! gation gezogen, die die Streitigkeiten mit dem MadritischenHofe untersuchen sollte. '
Im Jahre 1712. half er die streitigen Capuciner ausein-ander seyen, als sie über der Wahl eines neuen Generals nn-ter sich nicht einig werden konnten, und beförderte durch sei-ne Vermittelung, als Protektor dieses Ordens, die Wahldes P. Ragufts. Im Jahre 1714. ward er PräfectuS vonder Congregatione Rituum, und da den 2. März 1715.der Cardinal von Bouillon starb, nahm er von dem Decanatdes Heil. Collegit Besitz , wünschte auch in solcher Qualität1717. dem Prätendenten, als er nach Rom kam, im Na-men des ganzen Cardinals-Collegii zu seiner Ankunft Glück.
Mit Anfang des l^l^en Jahrs fiel er wegen hohenAl-ters in eine solche Schwachheit, daß er nicht vom Bette auf-stehen konnte. Den 18. Fcbr. befand er sich in einem so ge.jährlichen Zustande, daß man alle Augenblicke sein Ende ver.wüthete. Jedoch es verzog sich damit noch verschiedene Ta-ge, bis er endlich den aZsten dieses im88fien Jahre seines Al-ters und zosten seiner Cardinals-Würde das Zeitliche verließ.Er hatte einige Tage vor seinem Ende noch die Ehre, daß ihnder Papst, da er vor seinem Pallaste vorbey fuhr, besuchte undbey seinem Abschiede ihm die letzte Benediction ertheilte. Den25. Febr. wurde sein Leichnam nach der Peters - Kirche ge-bracht, wo man ihm die gewöhnlichen Exequien hielte. Er wur,de nachgehend- nach Florenz gebracht und in der dasigenCar«rheuftr-Kirche,wo er sein Erb-Begräbniß hatte, beygesetzet.Er har in seinem Testamente seinem Nepoten, dem Herrn Ac-ciajoli, jährlich 200. Thaler Pension ausgesetzt.
Seinen