Band 
Erster Theil, welcher ausser dem vorgesetzten Leben Clementis XI. 86 Cardinäle in sich begreift.
JPEG-Download
 

I.XXI. Leben des Cardinals Du Bois. 289

bekleidet harre, starb er den 12. Aug, 1722. zu Paduazu gross,sem Leidwesen der ganzen Stadt »Maller, die seine Verdien«sie kannten? Merkwürdig ist, daß wenig Stunden vorherauch sein einziger Bruder, Johann Cornaro , der seit 1729.Doge zu Venedig gewesen, Todes verblichen.

I.XXI.

Wilhelmus Du Bois,

^ ein Franzose.

^ ^ geb. r6z6. Card. 1721. f 172z.

>^ieftr berühmte Cardinal ward den 23. Sepr. 1656. irr) Brive ta Gaillarde, einer kleinen Stadt in UnrerNmo«stn, gebohren., Sein Äater soll an diesem Orte ent,weder ein Apokhecker oder ein Wundarzt gewesen seyn. Erwurde sehr jung dem geistlichen Stande gewidmet und kamunter die Hände der Jesuiten, die ihm die Anfangsgründevon den gelehrten Wissenschaften beybrachten. Da sie seinenfähigen Kopf kennen lernten, hätten sie ihn gerne zu ihremOrdensbruder gemacht. Allein sein gutes Glück führte ihnnach Paris, allwo er im rZten Jahre seines Alters indasColi-tegium von Navarra gebracht wurde, worinnen er bis 1675.

! studirte. Er erhielt hierauf eine Königl. Pension und zu,gleich dre Erlaubniß, tm Jahre 1676. eine Reise nach Italienj zu thun.

Er nahm an allen Orten das Sehenswürdigste in genauenAugenschein und sah sich sonderlich zu Turin, Genua, Flo»

! renz und Rom wohl um. Er wäre auch gerne nach Neapo,lis, ingleichen nach Manland gereiftt, wenn es nicht der da«lnalige Krieg zwischen Spanien und Frankreich verhinderehätte. In Rom hatte er Zutritt bey den Cardinälen von derFranzösischen Parthey, ingleichen bey dem Französischen Ge,sandten. Er kriegte auch Gelegenheit, mn vielen andern vor,nehmen und gelehrten Lernen umzugehen. Nach drikthaibJahren kam er nach Frankreich zurücke und wurde überall

T für