zz4 l^xxvi. Leben des Cardinals von Sachsen.
zu Baden in Oesterreich in feine Hände die Evangelische Ltt< ?therische Religion abschwur.
Er begleitete darauf den Churfürsten nach Polen, wor«innen er zum Könige erwählet wurde, und wohnte dessen öf»seitlichen Einzüge und Krönung den. Er wurde alsvennzum Obrist «Canzler in demCburfürstenkbum Sachsen ernemner, welchem Amte er etliche Jahre vorstund, auch Kraft desselben den 14. May 1698. den jungen Herzog Johann Geor,ge von WeissenfelS im Namen des Kömgs, als Cluirfür,fienS, zu Leipzig für mündig und regierungsfähig erklärte.
Mit dem Päpstl. Stuhle stunde er in einem sehr gutenVernehmen. Clemens XI. würdigte ihn nach seiner Erhe»bungzumöftern seiner Zuschrift, unversuchte ihn fleißig, den ,König Augustum dahin zu vermögen, daß er seinen Chur«Prinzen in der Rom- (katholischen Religion erziehen lassenmöchte. Bey dem Kayser setzte er sich gleichfalls täglich inmehreres Ansehen. Er wurde von demselben nickt nur 1699. !
zum wörtlichen geheimenRathe ernennet, sondern auch durchdessen Vorschub 1701. zum Coadjutor des Erzbißthums Granin Ungarn erwählet. Es war zu dieser Würde noch niemalsein Ausländer, geschweige ein Deutscher, befördert worden,daher die Ungarn gewaltig darüber die Augen aufsperrten.
Im Jahre 1701. nahmen die Französischen Feindselig,feiten wider den Kayser nnd das Reich in dem Churfürsten« jihum Cölln ihren Anfang. Der Churfürst allda hatte nebst ,seinem Bruder, dem Churfürsten von Bayern, mitderCro-ne Frankreich einen geheimen Lracrak geschloffen und denHerzog von Anjou für einen König in Spanien erkannt.Dieses wollte sich der Churfürst von Cölln zn Nutze machenund bey solcher Gelegenheit die Dom Capitul zu Cölln undLüttich um ihre große Freyheiten bringen. Ihn nun vonsolchem Vorhaben abzuhalten, schickte der Kayser nebst demGrafen von Schlick den Bischof von Raab an ihn. Alleinder Churfürst kehrte sich an keine Vorstellungen. Er setztefeine Werbungen fort, belegte seine Vkstungen mit starkerBesatzung und nahm endlich gar Französische Trouppen inseine Lande ein.
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