I.XXX. Leben Des Cardmals Tolomei.
mit dem man gut umgehen konnte. Er liebte das äusserlich«Gepränge, und mochte sich in der Jugend ziemlich galant auf«geführet haben.
I.XXX.
Johann BapLista Tolomei/
ein Toscaner.
geb. i6zz. Card. 1-712. -h. 1726.
fieser gelehrte Cardinal ward zu Gamberaja, einem Land«gute seines Vaters, das drey Meilen von Florenz liegt,den Z. Dec. 165z. gebühren und stammte ausdemPi«stoischen Zweige derktolomDorum oder Tolomei her. Erwürbevon der Groß,Herzogin Victoria, bey welcher sein Varer, Ja«cob Tolomei, Auditor war, aus der Tauffe gehoben. GerneMutter, Maria Pulicctani, war aus Florenz. Er wurdezeitlich bey den Jesuiten zu Florenz in die Schule geschickt,und schon im eilften Jahre zur Rhetorick angeführet- linkerseinen Mitschülern befanden sich die Herren Salvint, Äse«rani und Ansalbi, die sich nach der Zeit durch ihre Gelehrsam«kett sehr berühmt gemacht haben.
In seinem izken Jahre schickte ihn der Vater nach Püsa, wo er sich aufdie Rechtsgelehrsamkeit legte. Er bezeugteeine große Lust , in den Jesutter« Orden zu treten. Meineder Vater, der solches zu verhindern suchte, unterwarf ihnder Aufsicht derer Parrum von Somascha in dem CollegioClementino zu Rom. Allhier legte er sich, nachdem er einJahr die Humaniora getrieben, und in Gegenwart des Car,dinals Barberini und vieler Prälaten eine zierliche lateinischeRede gehalten, zwey Jahr auf die Philosophie und verkhei«lugte einige Satze aus derselben mit vieler Gcharfsinnigkeit.
Im Jahre 1671. da er i^. Jahr alt war, gieng er wie«der nach Pisa, um sich nicht nur in der Rechtsgelehrsamkeitfester zu setzen, sondern auch die Scholastische Theologie zulernen. Als darauf sein Vater starb, kehrte er nach Rom
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