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Erster Theil, welcher ausser dem vorgesetzten Leben Clementis XI. 86 Cardinäle in sich begreift.
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nxxn. Leben des Cardinals Paokucci. Z7Z

Alter von 71. Jahren, nachdem er ihm bis an sein Ende inder Qualität eines Groß-Pönitenkiarii beygestanden hakte»Den Tag vorher nahmen sie sehr beweglich von einander Ab«schied, der Papst bat ihn mit großer Zärtlichkeit um Vergebungalles Verdrusses, den er ihm die 2a Jahre ftinerRegierungüber gemacht hätte, und ersuchte ihn, solches seiner mensch,lichen Schwachheit zuzuschreiben. Der Cardinal gab ihmdarauf die letzte Oelung, wobey er ihm einige Worte, dieihm angenehm und tröstlich seyn sollen, und die vermuthlichdessen gute Werke und Verdienste anbetrafen, zusprechenwolle. Allein der sterbende Papst gab zu verstehen, daß erdaran kein Vergnügen fände, indem er sich gegen den Car«dinal aufrichtete und sprach: Dieses tröstet vnörühretrm-str Herz gar nicht.

Mit des Papstes Leben hatte auch des Cardinals Pao«kucci Bedienung eines StaakS.Secretarii ein Ende. Errichtete nnnmehro alle seine Gedanken auf das Conclave, undweil er fast die ganze Albanische Parthey, die sehr zahlreichwar, auf seiner Seite hatte, machte er sich große Hofnungzur Päpstlichen Würde zu gelangen. Man tonte ihn auchfüglich für den würdigsten und geschicktesten unter allen da,Maligen Cardinälen halten. Er war nicht nur des Päpstli-chen Regiments vollkommen kündig, sondern auch von so!«chen Eigenschaften, die ihm zu Erreichung seines Zwecks sehrdienlich seyn konten. Er befand sich in dem losten Jahre sei-nes Alters, wußte die Maximen aller Europäischen Höfe,war von ziemlicher Gelehrsamkeit, hatte ein gutes Ansehenund besaß eine tiefe Einsicht in alle Staats- und Kirchen An,gelegenheiten. Das einzige, was ihm zum Hindernisse ge,reichen konre, war das Ä'int eines Staats, Secrekarii, daser über av. Jahre nach einander bekleidet hatte, und zwar zueiner Zeit, da sich der Päpstliche Hof sehr partheyisch erwie,sen, und mit verschiedenem Höfen, besonders dem Kayserlichen,in großen Mißhelligketten gelebet.

Er merkte dieses selbst, daher er in den letzten Jahrender Regierung ClementiS XI. sich dem Kayser auf alle Artund Weise gefällig erzeigte, auch dem, im Jahr 1720. zu

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