zo CCI.XVH. Leben des Cardinals Corflni.
re, daß gleich in dem ersten Gcrminio der Cardinal Chigkdie meisten Stimmen bekommen, eilte er mit seinem Vetter,dem jüngern Cardinal Corsint, in das Conclave und halfden ganzen Plan der Erhebung dieses Jesuitisch gesinntenCardinals zu zernichten. Er wendete sich an die Cardinäle,denen das Interesse der Höfe am Herzen lag, da man es dennbald dahin brachte, daß in den folgenden Scrutinien undAcceßen die Anzahl der Stimmen, die Chizi harre, so ab«nahmen, daß er nur sehr wenige noch behielte. Er fiel hier«auf dem Gtoppani bey , verließ ihn aber bald wieder, da erdie Unmöglichkeit sahe, dcßen Wahl durchzutreiben. Ermochte auch vielleicht diesen Ball nur so lange schlagen, bissich die Sachen besser aufklärten, weil er es mit den Kronenhielte und keinem Cardinal, der ihm juwider war, seine Smmme gab.
Ein großes Vergnügen empfand er über der Gegenwartdes Römischen Kaysers Joseph» II. der das Conclave besuchte.Die Papstwahl fiel den 19. May auf den Cardinal Ganga«nclli, einen Ordensmann, der den Namen Clemens X!V.annahm, bey deßen Krönung er als zweyter Cardinaldiaco»nuS aßistirte. Weil er nunmehro auf der Grube gienge, be«kümmerte er sich nicht viel weiter um die Angelegenheitendes Päpstl. Stuhls, kam auch wenig mehr aus seinem Zrm«mer und hatte sein Vergnügen an dem Wachsihum seinesHauses, indem er von seinem Bruder nicht nur eine zahlen«che Nachkommenschaft von Enkeln und Urenkeln erlebte,sondern auch viele Prinzeßtnnen glücklich vermählt sabe. Ertrat im Iun. 1769. seinem Vetter, dem Cardinal AndreasCorsini, die bisher bekleidete wichtige Stelle eines Präsentder hixmatura sulUtiss ab , nachdem er das Secreranat de-hnt. Öfficti schon vorher niedergelegt hatte.
Er war nunmehro der Welt abgestorben. Seines Na»tnens wurde zu Rom wenig mehr gedacht, ob er gleich sonstsehr berühmt gewesen. Es waren ihm wenig Cardtnäie undfast Niemand vom Volke zu Rom gewogen, weil er sein An«sehen unter der Regierung Clementis XII. allzusehr gemrß»braucht haue und gegen jedermann ein hochmüthtges und e>»
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