(VII.) Leben des Cardinals delle Lanze. 9)
fein großem Ansehen stehet, und den Ritterorden dell'Annon«Liada trägt, sein Bruder sey , kann ich nicht gewiß sagen,j Cr erwählte nach vollendeten StudiiS, die er meistens zu Tu,
' rin getrieben, den geistlichen Stand und neunte sich den Abtvon Sales, darf aber mit einem andern Abt dieses Namensnicht verwechselt werden, der 174!. das Bißchmn Aost«bekommen.
Derjenige, von dem ich hier handele, lebte zn Turin! ungebunden von seinem eigenen Vermögen und stunde s»wohl in Ansehung seines Hauses, als seiner besimdernQua«litäten an dem Sardinischen Hofe in sdlchem Ansehen, daßihn der König bey Papst Benedicto XIV. zur Cardinalswür,-e vorschlug. Es hatte sich dieser heil. Vater unter der Re,gierung Benedieti XIII. als Cardinal um diesen Monarchensehr verdient gemacht, da er da?,Loncordat wegen Verge,bnng der geistlichen Benesicien, das demselben so angenehmei war, befördern helfen. Es hielte daher nicht schwer, vorden Herrn delle Lanze einen Cardinalshuk zu erbitten. DiePromotion geschahe den ro. April 1747. worauf der Com,rnandeur von Aste das Biret überbrachte, das ihm der Kö,ntg mit den gewöhnlichen Ceremonien aufsetzte.
Den iZ. Iun. langte er selbst über Bologna zu Rornan, wo ihm der Papst, als er den a6sten von Castel Gan,dolfo zurücke kam, nach einigen Tagen im öffentlichen Con«
! sistorio den Cardinalshuk reichte und den Diaconattikel St.
^ Cosmi und St, Damiani ertheilte, auch ihn zum Mirgliedevon verschiedenen Couzregationefl ernennte. Er blieb fastbis zu Ende des Jahrs zu Rom und machte eine sehr glän,zende Figur. Der Papst verstattete ihm einen nahen Au,
! tritt und seine Aufführung war so beschaffen, daß er von je,dermann hochgeachtet wurde. Er ließ sich zum Pri-steriweihen und empfieng von dem Papste den Titel eines Erzbi,
^ schoffs von Ntcosia, worzu er ihn selbst in eigener Person! iveihete, wobey fast alle Cardinäle, Prälaten und andere! Personen des Römischen Hofs zugegen waren. Er rrae^ auch in die Ordnung der Cardinalpriester und empfieng den! Titel St. Gixti, den er nachgehend- wir dem von St. Pra»Me vertauscht hat. Nach-.