102 (vm.) Leben des Cardinals v. Yorck.
„ und meiner neuen Würde, worinnen ich Ew. Heiligkeit„ alle Zärtlichkeit meiner unterthänigsten Erkenntlichkeit, die„ mit dem brennenden Verlangen nach der Unterredung mit !„ Dero höchstehrwürdigenPerson verknüpft ist, bezeuge, wo, ^,, bey ich wünsche, baß sich die Kirche noch viele Jahre der„ Vorsorge eines so großen Hirtens zu erfreuen , ich aber„ an demselben ein lebendiges Muster des geistlichen Lebens,
„ das ich mir von diesem Augenblicke an zu führen vorge» >„ nommen habe, vor Augen haben möge. „
Im März 1748. befand er sich so krank, daß ihn derPapst in eigener Person besuchte, es beßerte sich aber baldwieder mit ihm, worauf er im Aug. kurz nach einander inGegenwart seines Vaters und vieler Cardinäle von dem Pap»sie in seiner Capelle die Subdiaconat» und Diaconatweihe,den 1. Scpt. aber die Priesterweihe empfienge, worauf erden aten in solcher Qualität seine erste Meße in der Privat»capelle seines Palasts läse. Er sagte sich hierdurch von der !Succession in Engelland auf ewig loß, sein Vater aber !gab ihm die Protektion von diesem Königreiche, der Spa»niche Hof aber vermehrte seine Beneficia auf 60000. Thaler.
Dell 2. Aug. 17Z0. ward er in die Akademie der Ar»radier zu Rom aufgenommen, nachdem er wenig Tage vor»der eine reiche Abkey im Königreiche Neapolis empfaugen.Es war dieses das heil. Jubeljahr, da er denn Gelegenheithatte, an den häufig nach Rom kommenden Pilgrimmen sei«ne große Mildthätigkeit anszuüben. Im Jan. 1751. über»stünde er glücklich die Kmderblattern , worauf er im Nov. !nicht nur die reiche Abtey Anchin in Hennegau, sondernauch dasErzpriesterrhum zu St. Peter in Rom erhielte, wel»cheS letztere durch den Tod des Cardinals Hanmbal Albani»erlediget worden. Er nahm den 14. Nov. von demselbenBesitz.
Im Jul. 17Z2. zerfiel er mit seinem Vater, dem altenPrätendenten , well dieser es bey dem Papste dahin gebrachtharte, daß sein, des Cardinals, Cammermeister Lercari, derbey ihm in großen Gnaden stunde, aber dem Vater äußerst j