der Aegyptier. 87
hin sendete, noch auch die Furcht °für denRömischen Namen, konnten ihn erretten.
Ihre Ehrerbietung gegen diese Thiere trieb^ sie, zur Zett einer ausserott entlichen Teu-rung, dazu an daß sie sich lieber selbst un-teremander aufzehrten, als daß sie diese ih-re vermeynten Gottheiten hätten angreifensollen.
Unter allen diesen Thieren war derArsdsr.Ochs Apis, den die Griechen Epaphus nenn viod.^ten, das berühmteste. Man erwies ihm, An. ^ xin seinem Leben, ausserordentüche Ehre, und, da-nach seinem Tode, noch grössere. Alsdennlegte Aegypten eine allgemeine Trauer an.
Man begieng sin Leichcnbegangmß mit ei-ner fast unglaublichen Pracht. Als, unterder Regierung Ptolemai Lagt, der OchsApis, Alterswegen, gestorben war, so stiegdie Ausgabe, bey ferner Bestattung, nochüber die ordentlichen Kosten, aufmehr, alsfünfzig tausend Thaler. Wenn man demVerstorbenen die letzte Ehre erwies n hatte,so kam es nun darauf an, daß man ihm ei-nen Nachfolger ausfündig machte , den mattin ganz Aegypten suchte. Man erkannteihn an gewissen Zeichen, die ihn von allenandern unterschieden: an der Stirne wares ein wetsser Fleck, .in Gestalt eines zuneh-F 4 wenden