derAegyptier. 119
zugehen. " Man darfabcr nichtzu der er-dichteten Republik des Plato seine Zufluchtnehmen, wenn man Menschen, in solchem^Zustande, finden will. So hat der meisteWeil der Menschen, bey nahe viertausend'!Iahre lang, gelebet; nicht allein die Iftae-- Uten, sondern auch die Aegyptier, die Grie-chen, die Römer, das ist, die mohlgefittesten,die weisesten, die tapfersten, und, in allenDingen erfahrensten Völker. Sie lehrenuns, wie viel wir von dem Ackerbaue undvon der Viehzucht halten sollen. Deren je-ner, des Hanfes undFlachsts, daraus manLeinwand würket, nicht zugedenkey, anGe-treyde, Früchten und Zugemüssen, uns nichtnur eine reichliche, sondern auch köstlicheNahrung verschaffet: da hingegen diese,
! ausserden erlesensten Speisen, womit sieun-sere Tische besetzet, fast einzig und allein denj Handel und die Werkhauser, durch Leder, und Zeuge, in Gang bringet.
Es ist öfters der Meynung der Landes-herren, und dem Nutzen derselben, allerdingsgemäß, daß man der Landleute schonet, undsich ihnen gütig bezeigt, die, würklich, und ineigentlichem Verstände, des Tages Last undHitze tragen, und welche die meisten Be-schwerungen eines Landes auf sich haben.Allein, die guten Absichten der Prinzen wer-den