Band 
Erster Theil.
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derAegyptier. 159

Man hatte auch daselbst den König ab-gemahlet , wie er den Göttern das Gold undSilber opferte, welches er jährlich, aus denaegyptischcn Bergwerken, zog, und das sichauf sechzehn Millionen belief.

Nicht weit davon erschien eine prächtigeBibliothek, die wohl die älteste ist, davon inder Historie geredet wird. Sie hatte zurÜberschrift: Behältniß der Arzneyender Seelen. Nahe bey diesem Bücher-saale hatte man die Bildsäulen aller ägyp-tischen Götter aufgesetzet, deren jeder derKönig Geschenke, die sich dazu schickten,darbrachte: wodurch er, wie es scheinet, derNachwelt kund machen wollte, daß er, Zeitseines Lebens, das Glück gehabt, sich sehrfromm gegen die Götter, und sehn: gerechtgegen die Menschen zu erzeigen.

Sein Grab war, außer der Maaßen,prächtig. Es wurde von einem goldenenRinge umgeben , der eine Elle breit war,und dreyhundert und fünfund sechzig Ellen,im Umfange, hatte, aufderen jeden der Auftund Untergang der Sonnen, des Monden,und des übrigen Gestirns, angemerket war.Denn von da an theilten dieAegyptier dasJahr in zwölf Monate, davon ein jederdreyßig Tage hatte; und, nach dem zwölf-ten Monate, fugten sie noch, jedes Jahr,