2z6 Historie
daß Aristoteles einen Gebrauch verwirft,dessen betrübten Erfolg man gar leicht vor-her sehen kann.
Allein, wenn er behaupten wollte, (wie §er denn dieses anzudeuten scheinet,) manmüsse die wichtigsten Ehrenämter, ohne Un-terscheid, mit Armen und Reichen, besetzen,so würde der allgemeine Gebrauch der klüg-sten Republiken seine Meynung widerlegen,die sich verbunden gehalten haben, ohne dieArmuth deswegen gering zu schätzen, oderzu verachten, dem Reichthume, in diesemStücke, den Vorzug zu geben, weil manvermuthen durfte, daß diejenigen, welcheGüter haben, auch besser erzogen worden,edlere Gedanken hegten, sich weniger beste-chen liessen , und nicht so viel Niederträch-tigkeiten begangen; und daß dieselben, selbstder Zustand und die Beschaffenheit ihrerSachen, dem Staate geneigter und auchgeschickter machte, den Frieden und die gu-te Ordnung, in demselben, zu erhalten, weilihnen viel daran gelegen ist, daß sie allemAufruhr und aller Empörung, in demselben,vorbeugen.
Wenn Aristoteles seine Betrachtun-gen, über die Republik Carthago,beschlies-set, so billiget er die Gewohnheit, die darinn !tm Schwange gieng, gar sehr, daß sie nehm- ^
lich, !