Band 
Erster Theil.
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27^ Historie

Virgil hat vieles in dieser Geschichtegeändert, indem er vorgiebt> Aeneas,sein Held, habe, mit der Dido , zu gleicherZeit, gelebet, ob schon die letztere fast drey-hundert Jahre, jünger ist, als jener, weitCarthagoerst dreyhundert Jahre, nach derZerstörung der Stadt Troja, erbauet wor-den. Man halt ihm diese Freyheit ganzgern zu gute, welche in einem Poeten nochmehrzu entschuldigen ist, der eben nicht, wieder Geschichtschreiber, so sehr verbunden ist,alle Zeitumstände gewissenhaft und ge-nau zu beobachten. Und man bewundert,mit Rechte, die sinnreiche Absicht des Dir-gils, welcher gern die Römer, für die erschrieb, aufseineDichterey aufmerksam ma-chen wollte, und hierbey Gelegenheit fand,den unversöhnlichen Haß, zwischen den Rö-mern und Carthaginensern, mit einzumi-schen, dessen Ursache erin dem entfernten Ur-sprünge dieser beyden eyfcrsuchtigen Städte,sehr sinnreich suchet.

Carthago, welches, wie wir gesagt ha-ben, einen sehr schlechten Anfang hatte, brei-tete seine Macht, nach und nach, in dem Lan-de selbst, aus. Doch seine Herrschaft bliebnicht lang in Africa eingeschlossen. DiesehochmüthigeStadt eroberte auch vieles aus-wärts, fiel in Sardinien ein, bemächtigte

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