Band 
Erster Theil.
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§5 2 Historie

Hülfsvölker schicken könnten. Die Tyrer,denen zwar also die einzige Hoffnung, dieihnen übrig war, fehl schlug, liessen deswe-gen den Muth nicht sinken. Sie überga-ben diesen Abgeordneten ihre Weiber, ihre IKinder und alle Greise aus der Stadt.Und da sie also dasjenige, was sie, auf derWelt am liebsten hatten, nicht mehr beun-ruhigte , so waren sie auf weiter nichts, alsauf eine tapfere Gegenwehr bedacht, esmochte übrigens mit ihnen ablaufen, wie eswollte. Carthago empfieng diesen trostlo-sen Haufen, mit allen Freundfchaftsbezeu« ^

Zungen, und leistete so lieben und mitlci-denswürdigen Gästen alle Dienste, Die sienur von den wohlgewogensten Vatern undzärtlichsten Müttern hätten erwarten kön-nen.

Zugleich war diese Stadt auch um einMittel für ihr Elend, womit sie selbst be-schweret war, besorgt. Man betrachtete dengegenwärtigen Zustand der Republik als ei-ne Würkung des Zorns der Götter. Undman erkannte, daß man ihn, mit Rechte, ver-dienet habe, absonderlich in Absicht aufzwoGottheiten, gegen die man die Pflichten,welche der Gottesdienst vorschrieb, nicht er-füllet hatte, und die sonst, mit vieler Sorg-falt, waren beobachtet wochen. Es befand