Band 
Erster Theil.
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454 Historie

aufman es alsderm anzündete. Zum gutenGlücke entstand ein grosser Wind, welcherdas Feuer gleichsam aussuchte, so, daß derFelsen eben so roth, als dieGlut selbst wurde,womit er umgeben war. Wenn man denTitus Livius glaubet, (denn Polybiussaget nichts davon,) so ließ nunmehro An-lübal eine grosse Menge Eßigs daraufgießen, (*) welcher in die durchs Feuer er-öfneten Adern des Felsen eindrang, und ihnzermalmete und erweichte. Da man alsoeinen weiten Umschweif nahm, damit derWeg nicht so sehr abhängig würde, machteman längst des Felsen einen Weg,welcher al-lem Volke, dem Geräthe, und so gar den Ele-phanten einen freyen Durchzug gestattete.Man brachte vier Tage mit dieser Arbeitzu. Die Lastthiere starben für Hunger;

denn

(*) Diemersien verwerfen diese Begebenheit, als un,tergeschoben. Plinm« unterläßt zwar nicht dieStärke des Eßigs, Felsen und Steine zu zerreiß-sen, anzumerken. Saxarumpitivkutum, gu-enonruperit i^ni« sntececlens. l.. 2 Z. c. l. Deswegennennet er den Eßig, ti-ccuni rerum äomitorem,im gg B c 2 . Wenn Dio» von der Belagerungder Stadt Lleotherajredet, so saget er, man habedie Mauren durch Eßig über» Haufen geworfen.I..Z6 8. Doch was hier bedenklich scheinet, istdie Schwierigkeit, darinn sich Annibal, wegenAnschaffung so vielen Eßigs auf diesen Gebürgen,qls zu dieser Würkung nöthig war, befand.