Der Carrhaginenser. 57z
einwarf. Im Anfange lachten sie nur, undverwunderten sich, daß man sich solcherWaffen wider sie bediente. Als sie sichaber mit Schlangen umgeben sahen, die ausdiesen zerbrochenen Töpfen hervor krochen,so überfiel sie ein Schrecken. Sie zogensich, in Unordnung, zurück, und überliessenden Feinden den Sieg.
So wichtige Dienste schienen dem Anni- Lw. in,bal eine beständige Freystadt bey diesemKönige zu versprechen. Allein die Römers«'--,liessen ihn auch da nicht in Ruhe, und schick- ^
tcn den Qvmtius Flaminius an diesenKönig ab, sich bey ihm zu beklagen, daß erihm einen Aufenthalt gestatte. Es fiel demAnnibal garnicht schwer, dieUrsachedie-ser Gesandtschaft zu errathen, und er war-te gar nicht-, bis man ihn seinen Feindenauslieferte. Er suchte sich so gleich durchdie Flucht zu retten. Allein, er wurde ge-wahr, daß die sieben verdeckten Ausgange,die er sich an seinem Pallast hatte machenlassen, von den Soldaten des Prusius be-setzet waren, welcher sich den Römern da-durch gefällig erzeigen wollte, wenn er sei-nen Gast verrieth. Er ließ sich also dasGift reichen, welches er seit langer Zeit, inBereitschaft hielt, um sich, bey Gelegenheit,desselben zu bedienen. Da er es nun be-reits