58L
ger Gewohnheit, auf einem Bette liegend jgespeiset, und dabey sehr wenig Wein ge- 'trunken. Eine so ordentliche und unser- ^gleichliche Lebensart, ist ein gutes Beyspielfür unsere Kriegsleute, welche es öfters un-ter die besondern Freyheiten des Soldaten-standes und unter die Pflichten eines Be-fehlshabers rechnen, wenn sie brav schmaustsen und ein üppiges Leben führen.
Desivegen mag ich aber den Annibalnicht gänzlich von allen Vorwürfen recht-. ^fertigen, die man ihm gemachthat. Beyallen diesen grossen Eigenschaften, die wir er-zehlet haben, kann man nicht läugnen, daßihm immer noch etwas von derGemüthsnart und den Lastern seines Volkes anhieng,und daß sich in seinem Leben solche Thatenund Umstände finden, die man schwerlich' wird entschuldigen können. Polybius be-A» "Ä' merket, daß man ihn zu Carthago des Gei-remseiben zeö und zu Rom der Grausamkeit angekla-p-">u.Z7.^ habe. Er füget noch hinzu, daß dieMeynungen seinetwegen noch getheilet ge-wesen.
tuntst.e, moäus knitus. IMV. 1 .21.4. LonNst,-Vonibalem, nee tum , cum Nowrmo tonsntembeNo Italir contremuit, nec cum reverüi« Lar-tkaginem lnwmuw »wperium tenuit, sut cubsn-tsm coenM's, sut plus ^u»iu sextsriv vint in^ck«IMs. j. Z2. c. 4.