Von römischen Poeten. 4 z
sie das erstemahl gelesen hatte, waren ihmdie Verse dieses Lateiners sehr schön vor-gekommen. Er bekennt aber, daß ihreganze Schönheit, so bald er sie mit demgriechischen Poeten zusammen gehaltenhätte, verschwunden wäre, und daß sie ihmalsdann sehr elend geschienen hätten.
Man ließ Menandern bey seinem Le-ben nicht so viel Gerechtigkeit widerfah-ren, als er verdiente. Von mehr als hun-dert Comödien, welche vorgestellt wurden,erhielt er nur bey achten den Preis. Esmochte nun entweder aus einem heimlichenVerständnisse, oder aus dem schlechten Ge-schmacke der Richter herkommen: * Sowurde ihm doch Philemon, welcher in derThat nur den andern Platz nach ihm ver-diente, bey nahe allezeit vorgezogen.
In dem fünften Theile dieser Historiewird man von allem, was dre alte, diemittlere, und die neue Comödie betrifft, ei-ne Erklärung finden.
H iv.
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