r r Von lateinischen Poeten.
die Handelschaft mischen wollen, wodurch ersein ganzes Vermögen verlohren hätte.Durch diesen Zufall wäre er gezwungenworden, sich zur Erhaltung seines Lebenszu einem Becker zu begeben, und daselbst ^einen Schleifstein an einer Mühle zudrehen.
Von allen andern Poeten, welche vorihm gelebt haben, hat man nichts mehr,als einige Fragmente. Plautus istglücklicher gewesen. Es sind neunzehnLustspiele von ihm bey nahe ganz bis aufunsre Zeiten gekommen. Es ist sehr wahr- !scheinlich, daß sich diese deswegen langer, ^als die andern erhalten haben, weil man ^sie für angenehmer hielt, und die Vorstel-lung derselben öfterer verlangte. Manspielte sie nicht allein zur Zeit des Augu- ^stus: Man sieht so gar aus einer Stelle»rnsb.l.7 des Arnobius, daß sie noch zu Diokle-tians Zeiken/drey hundert Jahre nach derGeburth IEsu Christi, gespielt wurden.
Man hat verschiedne Urtheile über denPlautus gefallt. Wegen seiner Schreib-art hat er sich, wie ich glaube, eine allge-meine Hochachtung erworben, ohne Zwei-fel, weil man in seinen Ausdrücken diegrößte Reinigkeit und Richtigkeit, sehr vielNachdruck und Reichthum, ia selbst eine
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