Band 
Zwölfter Theil.
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Von lateinischen Pötten. »25

Nachdem er sich eine Zeitlang zu Mlanaufgehalten hatte, begab er sich nach Nea-polis, wo er sich mit ungemeinem Fleisse so! wohl auf die lateinische, als auch auf die! griechische Gelehrsamkeit legte, hernach aberdie Mathematik und die Arzneykunst stu-dirte.

, Man schreibt der Äugend des VirgilsI viele kleine Stücke zu, welche ihm eben nichtso gar viel Ehre zu bringen scheinen.

I Als er aus seinem Hause, und von ei-' nem kleinen Felde, welches sein einziges Ei- nÄR.genthum war, durch die Austheilung dermantuanischen, und cremonensischen Läns- dereyen unter die ausgedienten Soldatendes Augusts, verjagt wurde: So kam er, damahls das erstemahl nach Rom, und' brachte es, durch das Ansehen des Mä-cens und des Pollio, welche beyde die Be-schützer der Gelehrten waren, so weit- daßihm sein Feld wiedergegeben, und der Be-sitz seines Vatertheilö wieder eingeräumetwurde.

Dieses gab zu seiner ersten Ecloge An-laß, und machte ihn zuerst bey dem Augustbekannt. Er hat dessen Lob auf eine feineArt in diese Ecloge gebracht, und wir ha-ben sie als ein kostbares Denkmahl von derErkenntlichkeit des Virgils anzusehen.