Band 
Zwölfter Theil.
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Von lateinischen Poeten, izr

Gleichwohl weis ich nicht, ob dieses seineGesundheit schonen hieß, da er den Virgilso rührende Kennzeichen seiner Hochachtungund Freundschaft gab. Denn wenn man ei-nen Schriftsteller so begegnet: So schont ersich selbst nicht mehr, und verzehrt sich baldoder spät, durch eine hartnäckige Arbeit.

Virgil fieng sogleich seine Aeneis an. Erbrachte damit eilf oder zwölf Jahre zu.August, welcher mit dem Kriege wider dieCantabrer beschafftiget war, verlangte invielen Briefen sehr eifrig von ihm, daß erihn ein Stück von seiner Aeneis schickenmöchte. Virgil widersetzte sich diesen Be-j gehren beständig. Er stellte ihn vor er, würde ihn seinen Aeneas sehr gern geschickthaben, wenn er glaubte, daß er diese Ehre! verdiente: Allein erfände, daß fein Werkweit schwerer wäre, als er geglaubt'hatte,und er finge nunmehr zu fürchten an, daßsein Vorhaben eine Verwegenheit oder wohlgar eine Thorheit seyn möchte.

Als August wieder zurück kam, konntesich Virgil nicht langer weigern, dje gerechte

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