l)2 Von lateinischen Poeten.
Wie viele Betrachtungen könnten wirAcht aus dieser Erzehung über die Gütig-kett des Augusts, über die Offenherzigkeitdes Horaz, über die Anmuth des Umgangs,welche damahls in der Gesellschaft herrscht,und über den Unterschied der alten und neu-ern Sitten anstellen! Em Secretar imCa-Linette an der Tafel eines Käysers! EinPoet, welcher diese Ehre ausschlagt, ohnebaß der Käyser dadurch beleidiget wird l
Horaz war nirgends zufrieden, als aufseinen Landhäusern. Er begab sich entwerder auf das Land der Sabiner, oder nachDvoli. Hier machte er sich von allen Sor-gen und Unruhen ftey, und schmeckte in einerangenehmen Cmsamkeit die Süßigkeit derRuhe, als den einzigen Gegenstand seinerWünsche.
O rus, huanäo e§o re nölpiciam,^uanäoc^ue licebic
k^uiic vecerum likris nunc somno erinerritrus koris
Oucere follicirae iucunöa Qbliuiavirae?
Der Hof, welcher dem Ehrgeizigen sowohl gefallt, war für ihn nichts, als eineelende Wüsteney, und ein Gefängniß. Erglaubte nicht, daß er leben und sicher Athem
hohlen