Band 
Zwölfter Theil.
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iz8 Von lateinischen Poeten.

donüliumhue moranrur a§encki §raui-rer iä (^uo6

^.eyue pLuxeribu8 prockest, locuple-ribu8 seoue, ^

^e^ue negleäium lenibus pueris^uenocebir.

Im Grunde aber ist er ein wahrer Epi-kuräer, welcher bloß an feine Ergötzllch-keiten denkt, und der sich in seinen Meynun-gen und Ausdrücken so wenig in Acht nimmt,daß kein ehrlicher Mann, wie Ouintilian !von sich selbst sagt, gewisse Stellen aus ihn jwird erklären wollenr«

rDem ohngeachtet Ifindet man auch vortrefliche Grundsätze für !die guten Sitten in demselben. Es ist mitdem Horaz wie mit allen heydnischen Schrift-stellern. Wenn man ihre herrschende Leiden-schaft in Ruhe läßt, und wenn es bloß dar-auf ankömmt, schöne Grundsätze abzuhan-deln, nicht aber sie in Uebung zu bringen:So findet man in den schönsten und richtig-sten Ausdrücken nichts als Vernunft, undoft so gar Religion in ihren Schriften. Manmuß dieses, als einen kostbaren Rest derHoch-achtung gegen die Tugend und Ehre betrach-ten, welche der Schöpfer der Natur m dasHerz des Menschen gegraben hat, und welche,