Band 
Zwölfter Theil.
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Von lateinischen Poeten. 19z

Leck cum kreZir luklellia verüi,

Llurit, incaLkam karicki niti venck^c^§auen.

Julius Scaliger giebt vor, man hattesowohl unter den Alten als unter den Neuernkeinen einzigen Schriftsteller/ der dem Virgilso nahe käme, als den Statius, und erträgt kein Bedenken, ihm üoer alle heroischePoeten, so wohl Griechen als Lateiner denVorzug zu geben, und zu behaupten, daß ernoch bessre Verse als Homer gemacht hat-te. Ein solches Urtheil zeigt auf das deut-lichste an, daß dieser berühmte Criticus nichtso viel Richtigkeit in seiner Ueberlegung, alsGelehrsamkeit besaß. Oft schadet eine vondiesen Vollkommenheiten der andern.

Statius hat seine Materie eben so wohl,als Lucan, und als Silius Italiens, mehrals em Geschichtschreiber, als wie em Dichterabgehandelt, und ist um dasjenige, was dasWesen, und den Characrer eines wahrenepischen Gedichts ausmacht, nicht sehr be-kümmert gewesen. Was seine Schreibartund seine Verse betrifft: So steht man den-selben die Mühe gar zu sehr an, daß*er inseinem Ausdrucke erhaben und groß seyn will,weswegen er auch oft in das SchwülstigeUnd Aufgeblasne verfällt.

Rollin N Va-