Band 
Zwölfter Theil.
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Von lateinischen Poeten. 209

> „stenConsul ernennen wüste, und daß GOtt„diese Erkenntlichkeit für den guten Unter»„richt, den ich von dir erhalten habe, von

! „mir verlangte. Ich gebe dir also dasje-

' „nige wieder, was ich dir schuldig bin; und„da mir bekannt ist, daß man weder gegen„Aeltern, noch gegen ferne Lehrer seine Schul-

! „den völlig abtragen kann: So bekenne ich,

> „daß ich dir das noch schuldig bin, was ich

> „mich bemüht habe, dir wieder zu geben.

> Damit bey der Gnade, die er ihm erwie-sen hatte, nichts fehlen möchte: So legte erzu diesem Briefe ein Geschenk, und schickteihm einen sehr kostbaren Rock, auf welchem

j das Bildnrß des Kaysers Conftantius, sei-nes Schwiegervaters, in Golde gestickt war.

j Auson wendete seinerseits alle Stärke undalle Zierlichkeit seines Witzes an, das Lobseines durchlauchtigen Wohlthäters so wohlin Versen, als auch in Prosa auszubreiten.Wir haben noch die Danksagung von ihm,die er dem Kayser zuschickte, und man hatdieses Stück allezeit sehr hochgehalten. Manfindet darinnen sehr viel Witz, und vielleichtzu viel; die Gedanken davon find schön undgründlich, und die Ausdrücke sehr lebhaft,aber oft gar zu gesucht. Das Latein darin-nen ist sehr hart, und schmeckt nach der Zeit,in welcher der Verfasser gelebt hat. BchRollinHlft.xn.Tb. O will