Geschichtschreibern. 29 z
- Lollegen haben, sehr selten ausgeübt. Wie! oft sieht man nicht an solchen Leuten, daß sie' sich aus einer unrechtmäßigen Eigenliebe,
! oder aus einer verhaßten und schändlichenNiederträchtigkeit,die Ehre einer glücklich ge-
> endigten Sache allein zuschreiben wollten, wo-^ ran doch ihre Collegen mit ihnen einen gleichen
> Antheil haben. Sie bedenken gar nicht, daß^ der Nutzen gemeiniglich denen nachfolgt, wel-
> che vor ihm fliehen, und daß er ihnen das-! jenige, was sie andern willig haben, mit-
> theilen wollen, mit vielem Wucher widerersitzt.
Plutarch that verschiedne Reisen nach
> Italien, wovon man die Ursache nicht weis.
Man kann nur mit vielem Grunde muthmass
^ sen, daß ihn die Absicht, sein Werk von denLebensbeschreibungen berühmter Leute zuStande zu bringen, und vollkommen zumachen, nöthigte, sich länger zu Rom auf-zuhalten, als er ausserdem würde gethan ha-ben. Das was er selbst in dem Leben des In vt».Demofthenes sagt, bestärkt diese Muth-massung. "Seiner Meynung nach, muß„ein Mann, der sich vorsetzt, gewisse Ge-schichte zu sammle», und eine Historie von„Begebenheiten zu schreiben, die er nicht in„Händen hat, und die sich nicht in seinem„Vaterlande, sondern ausser demselben zu-L z ,Letra-