! Geschichtschreibern. 295
Der Bewegungsgrund, welcher ihn an-j reihte, sich auf zeitlebens daselbst niederzu-lassen, ist sehr merkwürdig: Ich bin, sagt er,in einer sehr kleinen Stadt gebohren;Und damit ich verhindre, daß sie nichtnoch kleiner werde, will ich willig in der-selben bleiben. Und was für Ruhm hat ernicht auch wirklich derselben zugezogen! AlsCato von Utica nicht ohne grosse Mühe,den Philosophen Athenodor überredet hat-te, mit ihm aus Asien nach Rom zu kom-men, war er über diese Eroberung so stolzund vergnügt, daß er sie für eine weit grössere,wichtigere und nützlichere Heldenthat hielt,als alle Thaten des Lucullus und desPompejus, welche über d,e Völker undKönigreiche des Orients triumphirt hatten.Wenn ein Fremder, der wegen seiner Weis-heit in Ansehen steht, einer Stadt, in wel-cher er nicht gebohren ist, so viel Ehre macht,was für Glanz muß nicht ein grosser Philo-soph und berühmter Schriftsteller seiner Va-terstadt geben, in welcher er sein Leben zubeschließen sich vorsetzt, ober gleich an andernOrten weit grössere Vortheile sinden könnte?Der Herr Datier hat Recht zu sagen daßdem Plutarch Nichts mehr Ehre macht, alsdiese Ll. be uns Zärtlichkeit, die er gegen^häronea bezeigte. Man sieht täglichL 4 Leute,