Band 
Zwölfter Theil.
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Z56 Von lateinisthm I

Man weiß die Zeit so genau nicht, wenn!er anßena, an seiner Historie zu arbeiten,noch was dieselbe in sich enthielt. Der An-fang davon ist verlohren gegangen. Das,was wir noch davon haben, ist ein Fragmentvon der alten griechischen und römischen Hi-storie, von der Niederlage des Perstus an,bis auf dos sechzehnte Jahr m der Regie-rung des Tibers. Er schreibt seine Histo-rie dem M. Vinicius zu, der damahlsConsul war. Er versprach auch noch eine!viel wettläuftigere. Die Reisen, die er inverschiedne Gegenden gethan hatte, hättenihm sehr angenehme und merkwürdige Be-gebenheiten, an die Hand geben können.

Seine Schreibart ist den Zeiten, in wel, ichen er lebte sehr anständig, er lebte aber noch ^zur Zeit, da der gute Geschmack, und dieReinigkeit der Sprache herrschte. Beson- ,ders ist er in Abbildungen und Charakternglücklich. Ich werde vielleicht beym Endedieses Artickels einige davon anführen.

Man hält dafür, daß seine Erzählungtreu und aufrichtig bis auf die Zeiten derKayser, und zwar in denen Begebenheitensey, welche die Kayser nichts angehen.Denn von dieser Zeit an macht die Begierde,dem Tiber zu schmeicheln, daß er bey ver-fchlednen Dingen die Wahrheit entweder