rlnnak.libr.r.«.
z?6 Von lateinischen
Ehre hielt, aus der Familie unsers Ge-schichtschreibers zu seyn, befahl, daß manseme Werke in alle Bibliotheken setzen, undalle Jahre davon zehn Copeyen auf Unko-sten des Publici davon machen sollte, damitsie desto richtiger seyn möchten. Dieseswar eine weise und löbliche Vorsicht, welchemeines Erachtens wohl hatte fähig seyn sol-len, uns ein Werk ganz zu erhalten, welchesnach allen seinen Theilen so würdig war, aufdie Nachwelt zu kommen.
Tacitus rühmt sich, daß er ohne Haßund ohne Vorurtherle geschrieben habe, lineiraerflu6io,und daß er in allem der streng-sten Wahrheit gefolgt wäre, welches auchdie vornehmste Pflicht eines Geschichtschrei-bers ist. Diese Pflicht zu erfüllen hätteTacitus nicht allein eine grosse Liebe zurWahrheit, sondern auch eine sehr feine Uesberlegung und sehr viel Vorsicht nöthig ge-habt. „Denn er merkt selbst an, indem er„von den Historien des Tibers, des Cajus,„des Claudius und des Nero redet, daß„die Unwahrheit durchgehends in denselben„herrschet, sie möchten nun bey ihren Lebzei-ten , oder kurz nach ihrem Tode geschrieben„seyn, weil die Furcht oder der Haß den„Schriftstellern die Feder dabey geführt. „hätte, kloremibus ipiis ob merum'' kalke;