Band 
Zwölfter Theil.
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Von griechischen Rednern. 421

ler redete, daß er sich bey dem Ephorus desSporns, bey dem Theopompus aber desZaums bediente, um ore Langsamkeit deseinen zu ermuntern, und die allzugrosse Leb-haftigkeit des andern zurück zu halten.

Dieser überließ sich bey seinen Arbeiten sei-nem Feuer und seiner Einbildungskraft, undverlohr sich in kühnen und schimmerndenAusdrücken; diesem that er Emhalt. Derandre hingegen war furchtsam und beschei-den, er dachte nur auf die Beobachtung dergeringsten Regel, und unterstand sich nicht,etwas zu wagen; diesen setzte er in Bewe-gung. Seine Absicht war gar nicht, beydeeinander gleich zu machen: Sondern indemer von dem einen etwas hinweg nahm, undzu dem andern etwas hinzusetzte, suchte ersie beyde zu dem Grade der Vollkommenheitzu bringen, welchen jeder nach seiner natürli-chen Fähigkeit erreichen konnte.

Die Schule des Jsocrates war dem Pu- r>«blico sehr nützlich, für ihn selbst aber nichtwenig einträglich. Er sammelte auch so^„Js«'viel Geld, als noch kein einziger von denSophisten gesammlet hatte. Er hatte ge-meiniglich mehr als hundert Schüler, undvon jedem bekam er zwey tausend Drach-men, oder fünfhundertLivers, vermuthlichfür die ganze Jett, welche sie unter ihm stu-Ddz dirten.