Don griechischen Rednern. 427Isäus.
Jjaus war von Chalcis in Euböa.k So bald er nach Athen gekommen war,nahm er bey dem Lysias Lehrstunden, des-sen Schreibart er so glücklich nachahmte, daßi man bey Lesung ihrer Reden nicht ohne
> grosse Mühe unterscheiden konnte, wer sie
> gemacht hatte. Nach dem PelopvnnesischenI Kriege fieng er an, sich mit vielem Ruhme
hervor zu thun, und erhielt sich auch in dem-selben bis auf die Zeit des Philippus.
Er war der Lehre des Demosthmes, dersich ganz und gar zu ihm hielt, und ihn höherals den Jsocrates schätzte, weil die Bered-samkeit des Jsäus stärker und heftiger war,und daher dem feurigen Kopfe des De^-°r°r.! mofthenes nothwendig besser gefallen nmuste.
j Lycurgus.
Lycurgus wurde wegen seiner Bered-samkeit, noch mehr aber wegen seiner Red-lichkeit zu Athen sehr hoch gehalten. Mantrug ihm sehr viele wichtige Geschäffte auf,welche er allemahl sehr glücklich auslichtete.
Man vertraute ihm die Aufsicht über diePolicey zu Athen, und er kündigte den Ue-belthatern einen sehr harten Krieg an, so-aß er sie auch nöthigte, die Stadt zu ver-lassen.