Band 
Zwölfter Theil.
JPEG-Download
 

Von griechischen Rednern.

flössen ist , ist für die Beredsamkeit in Grie-chenland die allerglücklichste gewesen. Siebegreift ohngefähr hundert und dreyßigJahre in sich. Vor dem PericleS harte^ Griechenland sehr viele grosse Leute gehabt,welche sich in der Regierungs-und Staats-kunst und in dem Knege hervor gethan hat-ten. Man hatte auch daselbst eine MengeI vortrefllcher Philosophen gesehen, nur die^ Beredsamkeit war in diesem Lande sehr rve-

I nig bekannt. Er war, wie ich schon ange-

merkt habe, der erste, der sie in Ansehensetzte, der die Gewalt und Starke derselbenzeigte, und dem Geschmacke an ihr aufbalf.j Dieser Geschmak aber war nicht allen Grie-chen gemein. Redet man wohl in diesen> Zeiten von einem Argischen,Corinthischenoder Thebanischen Redner? Er blieb nurin Athen, welche Stadt in den letzten fünf-zig Jahren der Zeit, wovon wir oben gere-det haben, in ihrem Schoosse die grosseMenge berühmter Redner sah, deren Ver-dienste ihr so viel Ehre gebracht, und ihrenRuhm unsterblich gemacht haben. Dieseganze Zeit war gleichsam das Reich der ge-sunden und wahren Beredsamkeit, welchekernen andern Schmuck kennt und annimmt,als eine natürliche und ungeschminkteSchönheit, aetas eKu6ir tianc co-

Roliin Hist. XII. TH. E e plam;

Nrur.n. ;6