Von lateinischen Rednern. 485
er vor den Centnmviris in einer Sache,wo er wider die ansehnlichsten Leute zu> Rom, und selbst wwer die Lieblinge deS!! Fürsten streiten muste. Durch diesen ersten^ Proceß * machte er sich bekannt, und öffnetel sich das Thor zu dem Ruhme, den er nachder Zeit erlangte. Er fuhr nachhero mttdiesen Arbeiten fort, und erwarb sich in ei-ner Stadt, wo es ihm weder an Nebenbuh-lern noch Neidern fehlte, einen so allge-meinen als seltnen Beyfall. Er hatte mehr «M. 16.als einmal das Vergnügen, daß ihm durchdie Menge der Zuhörer, welche seine Redenhören wollten, der Weg zu dem Gerichts-platze verschlossen war. Er muste durch dasTribunal der Richter gehen, wenn er dahin^ wollte. Er hat bisweilen sieben Stundenhinter einander geredet, und ist der einzige^ gewesen, der dabey müde geworden ist.
Er diente bey keiner andern Gelegenheit! vor Gerichte, als zum Besten des Staates,seiner Freunde, und derer, welche wegen ihrerschlechten Glücksumstände keine Freunde hat-ten.Die meisten der andern Sachwalter warenum Geld feil; und statt des Ruhms, wel-
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