Band 
Zwölfter Theil.
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Von lateinischen Rednern. 49Z

ches ausführen wollte, gab er ihm davonNachricht, ohnz ihn dabey um Rath zufragen.

So bald der Rath versammelt war, be-gab sich Plinius dahin, und bat um Er-laubniß zu reden. Man hörte den Anfangseiner Rede mit einem grossen Beyfalle:Allein so bald man sah, worauf seine An-klage hinauslief, so bald er den Schuldigennur einiger maßen zeigte, ob er ihn gleichnoch nicht genannt hatte, so empörte mansich wider ihn von allen Seiten. Er wurdeweder bewegt, noch durch das allgemeineGeschrey in Verwirrung gesetzt. Einer sei-ner Freunde, der auch Consul gewesen war,sagte ihm ganz heimlich, aber in sehr nach-drülichen Worten: Er hatte sich dießmahlmit allzu vielem Muthe und mit allzu weni-ger Klugheit der Gefahr ausgesetzt; Erwollte ihn herzlich gebeten haben, von dieserAnklage abzustehen. Er setzte so gar hinzu,er würde sich dadurch auch bey den künfti-gen Kaysern furchtbar machen. Hieraufantwortete Plinius: Desto besser, wennes nur bey bösen Kaysern ist.

Endlich fieng man an die Stimmen zusammeln. Die ersten, welche redeten, unddieses waren die Mächtigsten, vertheidigtenden Certus, als ob ihn Plinius genannt

hatte,