5l2 Von lateinischen Rednern.
„Städte angesteckt; auch die Dörfer sind„nicht ftey davon geblieben. Gleichwohl„glaube ich, daß noch ein Mittel darwider„ist, und daß man ihr Einhalt thun kann.„So viel ist gewiß, daß die Tempel, welche„zuvor ganz wüste waren, wieder besucht„werden, und daß die lange Zeit unterblie-benen Opftr wieder angehen. Man ver-kauft überall Opferthiere, welche zuvor,/wenig Käufer fanden. Hieraus erhellet,„wie viele Leute wieder auf den rechten Weg,,können gebracht werden, wenn man denen„Gnade erweist, welche ihr Verbrechen be-treuen.
Antwort des Kaysers Trajans auf daSSchreiben des Plinius.
y,. "Du hast dich, mein lieber Plinius, in
- "der Rechtssache der bey dir angeklagten"Christen so verhalten, wie du gesollt hast:"Denn es ist nicht möglich, in dergleichen"Vorfällen eine gewisse und allgemeine Pro-zeßordnung zu bestimmen. Man muß kei-"ne Verbrecher aufsuchen; diejenigen aber,"welche angeklagt, und ihres Verbrechens"überzeugt worden, muß man bestrafen."Wenn aber der Beklagte läugnet, daß er"ein Christ sey, und wenn er solches durch"seine Aufführung, nehmlich durch die Ver-ehrung