Von lateinischen Rednern. 525
»gnüqen denke ich daran, daß die Nachwelt,«wofern sie ja jemals aus uns etwas machen"wird, nicht unterlassen kann, öffentlich be-gannt zu machen, mit was für Einigkeit,"Aufrichtigkeit, und Freundschaft wir mit^einander gelebt haben. Es wird etwas".seltnes und merkwürdiges seyn, daß zween»Männer, welche beynahe von einerley Alter,--und von einerley Stande gewesen sind, und"sich in der gelehrten Welt einigen Ruhm"erworben haben, (denn ich muß wohl bescher-"den von dir reden, da ich zu gleicher Zeit"von mir rede,) einander mit solcher Auf-richtigkeit bey ihren Studiren behülsiich»gewesen sind. Schon in meiner zartes- sten Jugend, erweckte der Nahme und der"Ruhm, den du dir erworben hattest, eine"Begierde in mir, dir zu folgen, und dir nach"dem Ausspruche der Welt, wo nicht so nahe",als möglich, doch näher als ein andrer zu„kommen. Ich will dadurch nicht sagen,»als ob es damahls zu Rom nicht viel andre»grosse Geister gegeben hätte: Allein die"Gleichheit, die unter unsern Neigungen ist,"brachte mich so weit, daß ich dich unter als"len andern für das geschickteste Muster für"mich hielt, und zugleich für das beste halten,'muste. Meine Freude verdoppelt sich da-»her, wenn ich höre, daß man uns zusam-
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