Band 
Zwölfter Theil.
JPEG-Download
 

Don lateinischen Rednern. 551

siges Vermögen; Allein sein Herz war inder That groß, und mit den edelsten Mey-nungen angefüllt. Seine Freygebigkeit,welcher er beynahe keine Schranken setzte, istein guter Beweis davon. Ich will nur ei-nige Proben davon anführen.

Er hatte in dieser Sache Grundsätze an- Epist.,».genommen, welche der größten Aufmerksam-"keit würdig sind. „Ein wahrhaftig fteyge-i "biger Mensch*, sagte er, muß seinem Va-"terlande, seinen Blutefteunden, seinen> "Anverwandten und seinen Freunden geben,

"und zwar solchen Freunden, die sich in"Noth befinden". Eine Ordnung, welcheuns die Billigkeit befiehlt, und welcher erganz genau folgte.

^ Wir haben gehört, daß er dem Ouinti-lian, seinem Lehrer, ein sehr ansehnlichess Geschenk zur Aussteuer seiner Tochter schick-te, und daß er dem Martial, als er vonRom weggieng, unter die Arme griff.

Unter diesen beyden Freunden befand sichder letzte nicht in den besten Umständen, undder erste war nicht reich.

Ll r Er

* Volo eum, gui 6r vere Ilberrtlis, rnbuerspgrrise, propinymr sKnibur, «micir, seilsmicis pauperibus.