Don der Philosophie. 6o r
mal , ob er sich denn gar nicht um sein Va-terland bekümmerte. Ja, sagte er, indemer mit der Hand nach dem Himmel zeigte,ich denke recht sehr an mein Vaterland.
1 Zu einer andern Zeit fragte man lhn, war-i! um er gebohren wäre; er antwortete : Um^ die Sonne, den Mond, und denHim-
> mel zu betrachten. Ist diß also der
> Zweck, wozu der Mensch bestimmt ist?
, Er kam nach Athen , wie er zwanzig^ Jahr alt war, gegen das erste Jahr der 75. Im rv.I.! ' Olympiade, fast zu eben der Zeit, da Ler-v-r^G.s xes Wider Griechenland zu Felde zog. Ei- re-uige Schriftsteller sagen, daß er die philoso-s phtsche Schule dahin gebracht habe, welche! nach ihrem Stifter, Thales, bisher in Zo-ll nien geblüht hatte. Er wohnte zu Athen,und lehrte daselbst dreyßig Jahrelang.
Die Umstände und der Ausgang des Pros, cesses, den man ihm in Athen, des Unglau-^ bens wegen, machte, werden auf verschiedneArt erzählt. Die Meynung derer ist wohl! die wahrscheinlichste, welche glauben, daßPericles kein sichreres Mittel finden können,
! diesen Philosophen zu retten, als wenn erihn Athen verlassen hiesse. Die Ursache,
^ oder vielmehr der Vorwand einer so wichtis! gen Anklage war das, was er von der Na-tur der Sonne lehrte, welche er MeinenPp 5 Klum-
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